Kirschen haben eine zarte Haut, Fleisch und in ihrer Mitte eine Art Knochen. Ihr Saft ist rot wie Blut. Und wenn man sie behandelt, wie Menschen manchmal Menschen behandeln, so werden sie selber zu Menschen – oder zumindest zu animierten Objekten, die zur Identifikation einladen.
Inspiriert von Märchen, in denen Objekte manchmal leben und dann eigentlich immer zu Projektionsflächen für eigene Erfahrungen und Fantasien werden, hat Eva Meyer-Keller in der Performance »Death is Certain« Süßkirschen zu Protagonisten erhoben. Die Früchte werden zwar noch entstielt, aber nicht mehr gewaschen und entkernt. Stattdessen werden sie getötet. Mit handwerklicher Sorgfalt erledigt sie dieses Geschäft, in dem das Alltägliche ins Brutale kippt. Der Betrachter wird an literarische und filmische Tode erinnert, aber auch an die Realität von Hinrichtungen, wie sie tatsächlich geschehen: Assoziationen aus dem Fundus individueller und kollektiver Erfahrungen angesichts süßen Sterbens am Küchentisch.
Veranstaltungsort: Städtische Galerie. Kapazität jeweils 40 Stehplätze, wenige Sitzgelegenheiten
Foto Credits: Hervé-Véronèse
Idee: Eva Meyer-Keller. Mit: Kajsa Repotente. Produktion: Eva Meyer-Keller.
Infos zur Barrierefreiheit
Sprache: Deutsche Lautsprache / überwiegend ohne Sprache
Die Ausstellungsräume der Städtischen Galerie sind stufenlos zugänglich.
Die Sanitären Anlagen sind nur über drei Treppenstufen zu erreichen. Es gibt eine Damen- und eine Herrentoilette. Genderneutrale WCs sowie eine barierrefreie Toilette, die auch für Rollstuhl-Fahrer*innen nutzbar ist, steht gegenüber in der Schwankhalle zur Verfügung.
Die Performance sieht vor, dass das Publikum während der Vorstellung steht. Es gibt einige Sitzgelegenheiten, die bei Bedarf genutzt werden können. Rollstuhlnutzer*innen können ihre Position im Publikumsbereich frei wählen.
Fragen zur Barrierefreiheit und den Räumlichkeiten:
ticket@schwankhalle.de oder 0421 520 80 70.