Kulturpolitische Mitteilungen Bremen

Als Einsteig in diesen BLOG unsere letzten Nachfragen bei der Behörde, gespannt auf reaktionen! Wir posten in diesem BLOG in chronologischer Reinfolge das bedeutet das aktuellste immer zuerst! beste Grüße von Tobias
 
Einstieg C.Emighoz Antwort vom 17.11.2015
Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Kolleginnen und Kollegen der Szene,
grundsätzlich sind alle Einrichtungen der Freien Szene antragsberechtigt; allerdings müssen die
Gegebenheiten individuell bewertet werden.
Die Schwankhalle verfügt über einen Kontrakt,
das heisst eine feste Finanzierungsvereinbarung
mit der Stadt und damit Planungssicherheit über einen relativ langen Zeitraum. Der Kontrakt enthält einen pauschalierten
Betrag für Projekte. Hier scheidet eine zusätzliche
Projektförderung  – so lange der Kontrakt läuft -aus.
Der Schlachhof bekommt eine verlässliche öffentliche Förderung ( hat aber keinen Kontrakt vereinbart) und arbeitet auch wirtschaftlich gerade durch den Veranstaltungsbetrieb
sehr erfolgreich. In diesem Fall wird mit den Kollegen erörtert, ob sie einzelne Projekte
eigenständig finanzieren können. Das hängt dann
vom Einzelfall ab.
Generell ist unser Haus bemüht, vielfältige und auch neue Initiativen zu ermöglichen und das erfordert die Einschätzung der unterschiedlichen wirtschaftlichen Lagen. So gewinnen wir in dem
einen oder anderen Fall Spielräume.
Wir können dies gerne noch bei dem geplanten Workshop zum Thema Antragstellung erläutern.
Ich hoffe, meine Erklärung konnte in der Sache
helfen.
Beste Grüße
Carmen Emigholz
Von meinem iPhone gesendet
Am 16.11.2015 um 19:10 schrieb Landesverband freie darstellende Künste Bremen <lafdkb@gmail.com>:

Sehr geehrte Carmen Emigholz,

herzlichen Dank für die klare Antwort.
Bei uns laufen im Moment weitere Anfragen unserer Mitglieder auf, die wir mit Ihrer Hilfe gerne klären würden.
Durch Statements seitens der Schwankhalle und des Schlachthof, aber auch seitens einiger Mitarbeiter in der Behörde, wurden Gerüchte genährt, die besagen, dass es kontraproduktiv sei, in Projektanträgen namentlich beispielsweise die o.g. Einrichtungen zu erwähnen. Dieses trüge das Risiko in sich, dass bei Förderentscheidungen in der Verwaltung mitbedacht würde, dass die Einrichtungen bereits Förderungen erhielten und somit ein Projekt, dass ebenda produziert und gezeigt werden soll, somit quasi eine Doppelförderung erhielte.
Dieses setze dann die Chancen auf Förderung stark herab.
Wir gehen zwar davon aus, dass alle Einrichtungen diese Punkte in den Verträgen individuell geklärt haben, dennoch kursieren, wie gesagt, etliche unterschiedliche Einschätzungen zu diesem Punkt was zu einem verwirrenden Gesamtbild führt.
Gerne möchten wir bei unserer nächsten MV die Mitglieder ins rechte Licht setzen und freuen uns auf Ihre Antwort.
Vielen Dank im Voraus.
Mit freundlichen Grüßen
Vorstand Landesverband Freie Darstellende Künste Bremen

Am 16. November 2015 um 13:30 schrieb Emigholz, Carmen (Kultur) <Carmen.Emigholz@kultur.bremen.de>:

Sehr geehrte Damen und Herren,
Damit ich nich missverstanden werde, kommt hier
eine kurze, aber klare Antwort:
die Kunst ist frei. Das gilt auch für die Antragstellung der Akteure.
Beste Grüße

Carmen Emigholz

Von meinem iPhone gesendet

Am 11.11.2015 um 14:55 schrieb Landesverband freie darstellende Künste Bremen <lafdkb@gmail.com>:
Landesverband Freie Darstellende Künste Bremen e.V.
co/ Nicole Erichsen
Waiblinger Weg 8
28215 Bremen

Sehr geehrte Frau Emigholz,

sehr geehrte Frau Nogalski,
innerhalb unseres Netzwerks macht die Nachricht die Runde, dass Projektförderungsanträge für 2016, die sich nicht mit dem Thema Flüchtlinge befassen, chancenlos seien.
Diese Information stammt offenbar aus einem Gespräch zwischen Frau Emigholz und einem unserer Mitglieder.
Um ein Missverständnis auszuschließen, möchten wir den Sachverhalt gerne aufklären und bitten Sie freundlich um die Beantwortung folgender Fragen:
-War hier in der Tat die Projektförderung für freie Projekte des Theaterreferat gemeint?
-Falls nein, welche andere Förderung war gemeint?
-Falls ja, warum wurde/wird diese thematische Fokussierung nicht an das Netzwerk der KünstlerInnen, den Landesverband weitergegeben?
-Falls ja, in welcher Weise wurden/werden die Jury-Mitglieder hiervon informiert oder an einer solchen Entscheidung beteiligt?
-Falls ja, aus welchem Grund hält die Kulturverwaltung es für geboten, bei Projektanträgen für freie Projekte konkrete thematische Vorgaben zu machen?
-Sind von derlei thematischen Vorgaben auch Produktionen der institutionell geförderten Häuser in Bremen betroffen?
-Falls nicht, warum sind diese nicht betroffen?
Für die Beantwortung danken wir uns im Voraus.
Mit freundlichen Grüßen