Ein Projekt des Netzwerks Tanzinitiative im Landesverband freie darstellende Künste Bremen e.V. in Kooperation mit dem Theater Bremen und Unusual Symptoms
Bremens Tanzszene ist vielfältig, lebendig und stark vernetzt: Neben der Tanzsparte Unusual Symptoms des Theater Bremen prägen zahlreiche freischaffende Tänzer:innen und Choreograf:innen die Tanzlandschaft der Stadt. Die freie Szene zeichnet sich durch eine große künstlerische Bandbreite aus und organisiert sich unter dem Dach des Landesverbandes freie darstellende Künste Bremen e.V., um sich zu vernetzen, gegenseitig zu stärken und gemeinsame Anliegen sichtbar zu machen.
Am 29. April 2026 feiert die freie Tanzszene erstmals gemeinsam mit dem Theater Bremen und Unusual Symptoms den Internationalen Tag des Tanzes. Das Netzwerk Tanzinitiative im Landesverband freie darstellende Künste Bremen e.V. lädt in Zusammenarbeit mit dem Theater Bremen dazu ein, den Tanz in all seinen Facetten zu feiern.
Der Internationale Tag des Tanzes verfolgt das Ziel, Menschen über kulturelle, politische und ethnische Grenzen hinweg durch die universelle Sprache des Tanzes zu verbinden. Zugleich ist er nicht nur ein Fest für Tänzer:innen, sondern auch ein Appell an Politik, Gesellschaft und Institutionen, den kulturellen, sozialen und wirtschaftlichen Wert des Tanzes stärker anzuerkennen. Mit dem gemeinsamen Aktionstag setzt die Bremer Tanzszene 2026 ein sichtbares Zeichen für Austausch, Teilhabe und Solidarität.
PROGRAMM
12:00-15:00 Uhr – The Choreography of Choice: An Embodied Decision-Making Workshop (Theater Bremen)
How do the smallest details shape our largest experiences? This three-hour workshop invites independent dance artists to examine the "choreography" of real-life situations—reflecting on how the decisions we make (and those made for us) impact our bodies and our work.
The arrangement of chairs in a rehearsal, the phrasing of a funding application, the rhythm of a community event, or the distance between two people in conversation: these are all decisions that shape our lived reality. As independent artists, we constantly navigate our own choices alongside the systemic decisions of institutions and governments.
How it works: Designed as a conversational card game, this workshop transforms decision-making into a physical practice. Participants will explore dialogue through different physical configurations—standing back-to-back, walking, or sitting shoulder-to-shoulder—to see how posture and proximity change the way we resolve conflict and imagine alternatives.
Through this workshop, you will:
- Strengthen problem-solving through active listening and radical curiosity.
- Gain insight into how your personal values subconsciously drive your creative and professional choices.
- Experience decision-making not as a mental burden, but as a grounded, embodied practice.
Facilitator: The session is led by Douglas Bateman, a dancer, artistic director, and creative facilitator. Douglas’s work focuses on the intersection of conflict, dialogue, and deep engagement.
Der Workshop findet auf Englisch statt und richtet sich nicht nur an Tänzer:innen, sondern ist offen für alle Produktionsbeteiligte. Komm mit deinem Team! Die Plätze sind begrenzt, Anmeldung über das unten stehen Feld.
The workshop will be held in English and is not only aimed at dancers, but is open to everyone involved in production. Bring your team! Places are limited, so please register using the form below.
18:00 Uhr – Flocking-Aktion (Goetheplatz, Common Ground)
Flocking ist eine Gruppenimprovisationstechnik, bei der sich viele Menschen wie ein gemeinsamer Körper bewegen. Die Teilnehmenden stehen dicht beieinander und orientieren sich an einer führenden Person, deren Bewegung von allen aufgegriffen wird. Durch Richtungswechsel entsteht dynamisch eine neue Führung – vergleichbar mit einem Fischschwarm.
Flocking versteht sich als demokratische Praxis: Jede Person kann führen und folgen. Die Aktion macht kollektive Prozesse und gemeinschaftliches Handeln körperlich erfahrbar. Alle sind willkommen – Tanzerfahrungen sind nicht notwendig!
19:30 Uhr – Tanzvorstellung im Kleinen Haus des Theater Bremen: „The Last Dance“ (Samir Akika / Unusual Symptoms)
Jede Bewegung hinterlässt eine Spur. Doch die Spuren, die wir hinterlassen, sind nicht einfach Fußabdrücke im Sand, sondern eine unvermeidliche Gestaltung der Welt und der Menschen darin. Sie sind Geschichten ohne Worte, die unsere Freuden, Nöte und Entscheidungen widerspiegeln, Fragmente und Geister, die zurückbleiben und weiter existieren. In „The Last Dance“ begeben sich Samir Akika und Unusual Symptoms in eine Landschaft aus schwarzem Sand. Darin arbeiten acht Tänzer:innen gegen Widerstände und Widrigkeiten, auf der Suche nach den Spuren, die ein Leben hinterlässt und den Tanz-Geschichten, die sich mit ihnen erzählen lassen. Karten gibt es an der Theaterkasse und im Online Shop des Theater Bremen.