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Bremer Tanzdialoge #7

Ausschreibung

Ein Projekt des Netzwerks Tanzinitiative des Landesverbands freie darstellende Künste Bremen e.V.

Die TanzDialoge fanden erstmalig 2020 in Bremen statt und haben sich seither als jährliche Plattform für künstlerische Auseinandersetzung und den Austausch zwischen Bremer Tanzakteur:innen etabliert. Die TanzDialoge sind ein Projekt des Netzwerks Tanzinitiative im Landesverband freie darstellende Künste Bremen (LAFDK). Die TanzDialoge #7 sind die Fortsetzung und Vertiefung der Dialogreihe, die Synergie-Effekte, Belebung und Begegnung innerhalb der Bremer Tanzszene in einem gemeinsamen Format ermöglicht.

Jede Ausgabe der TanzDialoge widmet sich einem spezifischen Schwerpunkt. Im Jahr 2026 liegt der Fokus auf der Zusammenarbeit zwischen Tänzer:innen und Wissenschaftler:innen. Jeweils zwei Tänzer:innen entwickeln eigenständig ein Stück zu einem Thema – angeregt durch einen thematischen Input einer:s Expert:in. Ob Naturwissenschaften, Philosophie, Erziehungs- oder Sprachwissenschaften: Aktuelle Themen erhalten durch den Tanz eine neue, sinnlich erfahrbare Ausdrucksform. Die Bewegung eröffnet überraschende Perspektiven auf bekannte Fragestellungen und ermöglicht einen niedrigschwelligen Zugang zu komplexen Diskursen.

Termine
Nach Absprache Input der Wissenschaftler:innen
02.11. – 06.11.26 Proben in Bremen
06.11.26 Generalprobe in der Schaulust (Bremen)
07. und 08.11.26 Vorstellung in der Schaulust (Bremen)

Rahmenbedingungen
Zwei Tanzschaffende, die noch nicht miteinander gearbeitet haben, treffen aufeinander und kreieren an fünf Probentagen eine ca. zehnminütige Arbeit. Die TanzDialoge #7 setzen sich diesmal aus fünf Duos zusammen, die sich ergebnisoffen in ein Experimentierfeld begeben. Thema und Form entstehen im gemeinsamen Prozess der Auseinandersetzung mit einem wissenschaftlichen Forschungsfeld.
Probengage: 800 € brutto
Aufführungsgage: 360 € brutto pro Vorstellung

Bewerbung
Es können sich ausschließlich Einzelkünstler:innen mit Wohnsitz im Land Bremen bewerben. Die Auswahl erfolgt auf Grundlage der Bewerbungsunterlagen. Die Dialog-Partner:innen werden spätestens Anfang April 2026 bekanntgegeben. Bewerben können sich professionelle Tänzer:innen und Choreograf:innen. Ein Leitungsteam aus Mitgliedern des LAFDK übernimmt die Auswahl der Künstler:innen, die Zusammenstellung der Duos sowie das Matching mit den Wissenschaftler:innen.

Folgende Wissenschaftler:innen und Forschende stehen bereits für das Projekt zur Verfügung:

- Anna-Lena Cohrs ist Tänzerin und Philosophin. Der Tanz lehrte sie alles über die Welt und die anderen und (er)öffnete (ihr) einen unmittelbaren Zugang zur Wirklichkeit. In der Realität jedoch wissen wir bis heute nicht, was das Wirkliche ist und was es bedeutet. Wir fragen: Was ist Wahrheit? Was ist Liebe? Was ist Fülle? Was ist Glückseligkeit? Was ist Weisheit? Was ist Sein? Was ist der Mensch? Was bist du? Was bin ich? Und wer sind wir? Unsere abendländische Philosophie stellt sich diesen Rätseln schon seit über 2000 Jahren. Wir kennen unzählige, verschiedene Antworten darauf. Anna-Lena Cohrs scheint es, als würden alle Antworten letztendlich um dasselbe kreisen und sie ist aus Erfahrung davon überzeugt, dass der Tanz uns zumindest zeigen kann, um was wir kreisen.

- Prof. Lucio Colombi Ciacchi: In der Forschung von Lucio Colombi Ciacchi geht es um Grenzflächen – um jene feinen Übergänge, an denen sich Körper begegnen, berühren und in Bewegung geraten. Atome und Moleküle schwingen, gleiten, stoßen sich ab und finden neue Formationen. Seine Arbeit macht sichtbar, wie unzählige mikroskopische Bewegungen, durch eine stille Choreografie unter der Oberfläche, das Verhalten und die Eigenschaften von Materialien bestimmen. Wenn Materialien aufeinandertreffen, entsteht ein Dialog aus Rhythmus, Nähe und Distanz – Materie ist eben etwas Lebendiges: ein Ensemble aus Teilchen, das auf Wechselwirkungen reagiert, lernt und sich verändert.  

- Dr. Christiane Heinicke ist Physikerin und Ingenieurin, die von den Herausforderungen des Lebens unter extremen Bedingungen fasziniert ist. Ihr Forschungsschwerpunkt liegt auf Systemen und Infrastrukturen für Menschen in außerirdischen Umgebungen. Seit 2017 ist sie am Zentrum für Angewandte Raumfahrt und Mikrogravitation (ZARM) der Universität Bremen tätig und hat dort unter anderem mit dem "MaMBA"-Labor einen Demonstrator für das Labormodul eines Habitats auf dem Mars aufgebaut. Heute ist sie wissenschaftliche Koordinatorin des Exzellenzclusters „Die Marsperspektive - Ressourcenknappheit als Grundlage eines Paradigmas der Nachhaltigkeit” und Projektleiterin des „MarsProduktionsLabors”, einer Einrichtung, in der zukünftig Produktion unter marsähnlichen Bedingungen erforscht werden kann.

- Dr. Christina Roggatz ist Nachwuchswissenschaftlerin und Umwelt-Biochemikerin (irgendwas zwischen Umweltchemikerin, Biochemikerin und Meeresbiologin). Viele Prozesse im Meer sowie die Interaktionen und Kommunikation von Meeresorganismen basieren auf Chemie. Christina Roggatz interessiert sich dafür, wie Prozesse, die von kleinen Biomolekülen gesteuert werden, unter den sehr variablen Ozeanbedingungen heute und in einem Ozean der Zukunft ablaufen können. Sie hat in den letzten Jahren bereits festgestellt, dass sich die “Molekülsprache” mit zukünftigen Ozeanbedingungen ändert und Signalstoffe nicht mehr so funktionieren, wie sie es heute noch tun. In ihrer Forschung dreht sich alles um veränderbare Moleküle, Umweltbedingungen im Meer und fundamentale Prozesse der Kommunikation und Funktion.

- Prof. Dr. Anja Starke forscht an der Universität Bremen zur sprachlich-kommunikativen Teilhabe von Schüler:innen in der inklusiven Schule. Dabei geht es einerseits um die Frage, wie die sprachlich-kommunikativen Voraussetzungen von Schüler:innen durch Lehrpersonen angemessen eingeschätzt und darauf aufbauend Unterstützungsangebote konzipiert werden. Andererseits befasst sie sich mit dem Zusammenhang zwischen der sprachlichen und sozial-emotionalen Entwicklung - insbesondere bei Schüler:innen mit Sprachentwicklungsstörungen. Ein Herzensthema ist der sogenannte selektive Mutismus - ein Phänomen, bei dem Kinder in bestimmten Situationen schweigen, obwohl sie eigentlich sprechen können.

Bei Interesse kann die Bewerbung sich auf die genannten Forschungsfelder beziehen.

Bewerbungsfrist war der 03. März 2026 (23:59 Uhr).

Hinweis zur Barrierefreiheit: Bewerbungen sind ausdrücklich willkommen, unabhängig von körperlichen, sensorischen oder anderen individuellen Voraussetzungen. Sollten besondere Bedarfe bestehen, unterstützt das Team vom LAFDK gerne unter tanzinitiative@lafdk-bremen.de oder 0421 69 68 04 32.


Die Ausschreibung als PDF:
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